Mein Name ist Vadim Schmer und ich wurde am 12.01.1990 geboren.

Nach meiner Dienstzeit bei der Bundeswehr, hatte ich mich dazu entschlossen mein Fachabitur nachzuholen. Nachdem man 9 Jahre mit der Schule nichts mehr zu tun hatte, fällt einem das Nachholen nicht gerade einfacher! Klausurenstress war an der Tagesordnung. Es war nicht immer einfach, aber ich schaffte das erste Jahr unter enormen Anstrengungen. Der Stress trieb mich so weit, dass ich mich immer mehr zurückzog. Mein Hobby (das Fahrradfahren) konnte mir dabei auch nicht mehr helfen. Die Angst zu Versagen und der Abstand zu meinen, über die Jahre lieb gewonnenen Freunden bei der Bundeswehr, belasteten mich sehr.
In dieser Zeit hat mich meine Frau darauf gebracht, einmal im Tierheim Hannover ehrenamtlich mit den Hunden Gassi zu gehen. Schließlich gingen wir zum Tierheim und fragten, ob einer der Hunde wohl nochmal Gassi gehen wollte. Wir bekamen eine sehr entspannte Hundedame namens „Lissi“ in die Hand gedrückt und konnten losgehen. Sie war so tiefenentspannt, dass es schien als würde sie sich generell gegen jede Form von Bewegung sträuben. Lissi hatte nicht das geringste Interesse daran mitzukommen. Natürlich war ich etwas gekränkt und suchte den Fehler bei mir, aber mit einer vollen Hand Futter und etwas Motivation vom Tierheimpersonal, kam Lissi schließlich mit.
Nach ein paar Tagen kamen wir wieder, Lissi war zu dieser Zeit jedoch mit ihrem Paten unterwegs. Wir konnten stattdessen mit „Earl“ noch einmal raus. Earl ist etwas anders als Lissi! Er ist ein Dobermann, war zu diesem Zeitpunkt ca. 4 Jahre alt und musste mit Maulkorb geführt werden.

Earl wollte gern Spazierengehen, nur nicht unbedingt mit uns!

Es hätte Jeder am anderen Ende der Leine hängen können. Earl zog mich einfach mit und ich hatte meine Mühe mitzukommen. Nicht nur, dass er an der Leine zog wie ein Wahnsinniger, er pöbelte auch gern jeden Hund an, der ihm so begegnete. Gern warf er mir einen bösen Blick zu, wenn ich seiner Meinung nach nicht schnell genug hinter ihm herkam! Nach einer Weile wurde es mir zu bunt, ich setzte mich auf eine Bank und wartete. Earl war die ersten Minuten noch sehr angespannt, beruhigte sich aber und kam schließlich zu mir rüber. Nach einiger Zeit entspannte er sich, schaute mich an und legte seinen Kopf auf meine Knie.

Klick

Das war der Moment, als ich wusste, dass ich für den Rest meines Lebens nichts Anderes mehr machen möchte! Ich übernahm die Patenschaft für Earl und arbeitete von nun an jede Woche mit ihm. Mir wurde klar, dass egal welche Probleme ein Hund hat, diese meist vom Fehlverhalten der Menschen herrühren. Earl war nicht so, weil er es wollte, sondern weil Angst und Gewalt ihn dazu gemacht hatten. Nach einem Gespräch mit dem Personal im Tierheim bestätigte sich mein Verdacht, dass Earl von seinem ehemaligen Besitzer nicht gut behandelt wurde. Earl selbst hatte jedoch den Glauben an die Menschen noch nicht verloren.

Er wurde immer zutraulicher und unsere Bindung wurde immer stärker. Mit Gewalt kam man bei Earl sowieso nicht weit (was ich sowieso damals schon ablehnte) und wegen des Maulkorbs war ein Training mit Leckerchen auch nicht möglich. Ich hatte noch keine Kenntnisse über das Training von Hunden, schaffte es aber Earl ohne Druck das Pöbeln an der Leine abzugewöhnen.

In diesem Sinne bilde ich heute aus: Gewaltfrei und ohne Druck!

Mir war klar, dass ein Fachabitur nichts mehr für mich ist und suchte nach einer Alternative. Ziemlich schnell entschied ich mich für ein Fernstudium bei der ATN. Im Januar 2018 kam Reika als Unterstützung und “Lernobjekt“ zu uns. Mit Reika an meiner Seite konnte ich nun das Gelernte sofort praktisch umsetzen und meine ersten Erfahrungen mit Hundeschulen machen (als Teilnehmer). Ich merkte bald, was eine gute Hundeschule ausmacht und was mir persönlich als Teilnehmer missfiel. Jede Woche der gleiche Trott, ohne individuelle Betreuung und keine fachgerechten Antworten auf spezifische Fragestellungen. Das sind nur drei der Dinge, die mir in den ersten 3 Wochen auffielen, die ich auf jeden Fall ändern wollte.
Daher ist mir besonders wichtig:

kein Standartkatalog abarbeiten, Eingehen auf die spezifischen Eigenschaften der Hunde und das individuelle Training in den Gruppen!

Nachdem meine Frau ihr Studium beendet hatte, zogen wir wieder in die Heimat, nach Hessen. Leider hatte dies zu Folge, dass ich meine Patenschaft für Earl aufgeben musste.
Im Dezember 2018 kam schließlich das weiße Wollknäul namens „Asta“ zu uns. Wir entschieden uns bewusst für einen Schweizer-Schäferhund, wurden aber natürlich im Tierschutz nicht fündig. Asta wurde ebenfalls als Unterstützung in der Hundeschule, sowie als „Lernobjekt“ zur Aufzucht von Welpen ausgesucht. Sie wird mich in der Hundeschule als „Ruhepol“ unterstützen, wenn sie soweit ist.

Seitdem ist vorerst das Team der Hundeschule-am-Ohebach komplett!

Im Mai 2019 habe ich meine Prüfung nach §11 TierSchG am Hundeplatz in Großropperhausen abgelegt. Seitdem bin ich offiziell staatl. geprüfter Hundetrainer!
Nach einem Jahr Training auf dem Hundeplatz, hat sich die Hundeschule-am-Ohebach dazu entschlossen an einem anderen Standort weiter zu machen.

Hier können wir das Training sowohl draußen auf dem Platz, als auch in einer windgeschützten Halle absolvieren!
 

Danksagung!



Zu Beginn danke ich natürlich meiner Familie und meinen Freunden, ohne die ich heute keine Hundeschule betreiben würde! Jedoch gilt einigen Personen spezieller Dank:
 
Noch ganz frisch und neu auf dem Gebiet/in Hessen suchte ich nach einer Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln. Viele wiesen mich ab, doch die erfahrene Hundetrainerin Marianne Geisel (Hundeschule Geisel) gab mir eine Chance! Bei ihr konnte ich mich auf meine Prüfungen vorbereiten und den Umgang mit einer Hundeschulengruppe lernen. Zudem konnte ich meine Fragen zu dem Bereich Agility und Rally stellen, der mir vorher nie ganz zugänglich war. Vielen Dank Marianne!

Meine Schwiegereltern Irmtraut & Edgar Schmer standen mir stets mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen mich noch heute wo sie können. Vielen Dank!

Den größten Dank möchte ich meiner Frau Carina aussprechen! Sie hat mich in der schwersten Zeit unterstützt, vorangezogen, an mich geglaubt, mir Mut gemacht und mich nicht aufgegeben. Ohne sie wäre diese Internetseite und die tollen Bilder nie entstanden.


Ohne meine Frau wäre ich heute kein Hundetrainer!!
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